Website erstellen lassen — was kostet das wirklich?

„Was kostet eine Website?“ ist eine der Fragen, auf die es keine ehrliche Antwort in einem Satz gibt. Wer sie trotzdem mit einer festen Zahl beantwortet, verschweigt meistens die Hälfte.

Die kurze Antwort: Zwischen 1.000 und 30.000 Euro, je nachdem was gebraucht wird. Das klingt nach einer nichtssagenden Spanne. Ist es aber nicht, wenn man versteht, wovon der Preis abhängt.

Warum die Frage so schwer zu beantworten ist

Eine Website ist kein einheitliches Produkt. Eine digitale Visitenkarte mit fünf Seiten hat mit einem Online-Shop mit Warenwirtschaftsanbindung ungefähr so viel gemeinsam wie ein Fahrrad mit einem Lieferwagen. Beides sind Fahrzeuge, beide bringen Sie von A nach B, aber der Preis, der Aufwand und das was dahintersteckt, unterscheiden sich fundamental.

Wer ein Pauschalangebot ohne Rückfragen bekommt, sollte skeptisch werden. Ein seriöses Angebot beginnt mit Fragen zu Umfang, Funktionen und Zielen. Erst danach lässt sich seriös kalkulieren.

Was den Preis bestimmt

Umfang. Fünf Seiten oder fünfzig. Eine feste Struktur oder ein wachsendes Blog- und Ressourcenarchiv. Der Umfang ist der offensichtlichste Faktor, aber selten der entscheidende.

Funktionen. Ein Kontaktformular ist schnell eingebaut. Eine Terminbuchung, ein Kundenlogin, eine Anbindung an ein ERP-System oder eine mehrsprachige Struktur sind es nicht. Jede zusätzliche Funktion bedeutet Konzeption, Umsetzung und Testaufwand.

Design. Ein Template anpassen ist etwas anderes als ein individuelles Design, das exakt zur Marke passt. Beides hat seine Berechtigung, aber der Aufwand unterscheidet sich deutlich.

CMS und Technik. WordPress mit einem guten Theme ist für die meisten Kleinunternehmen die richtige Wahl: schnell umsetzbar, gut wartbar, große Auswahl an Erweiterungen. Individualentwicklung lohnt sich, wenn Anforderungen über Standardfunktionen hinausgehen. Mehr dazu in unserem Artikel WordPress oder Individualentwicklung.

Content. Wer Texte, Bilder und Struktur fertig liefert, zahlt weniger als jemand, der bei null anfängt. Texterstellung und Fotografie sind eigene Gewerke, die oft unterschätzt werden.

Preisrahmen nach Website-Typ

Als Orientierung, wenn eine Agentur die Website professionell umsetzt:

Digitale Visitenkarte (bis 5 Seiten, WordPress, Standard-Funktionen): ca. 1.500 bis 4.000 Euro.

Unternehmenswebsite (mehrere Seiten, individuelles Design, Blog- oder News-Bereich, teils mehrsprachig): ca. 4.000 bis 12.000 Euro.

Online-Shop (Produktkatalog, Zahlungsanbindung, ggf. Warenwirtschaftsanbindung): ca. 6.000 bis 20.000 Euro, je nach Produktanzahl und Komplexität der Anbindungen.

Portal / Individualanwendung (Kundenlogin, individuelle Logik, Schnittstellen zu anderen Systemen): ab 15.000 Euro, nach oben offen.

Diese Zahlen sind Richtwerte für den deutschsprachigen Raum bei einer erfahrenen Agentur. Freelancer sind oft günstiger, Baukastensysteme wie Wix oder Jimdo noch günstiger, aber mit klaren Grenzen bei Individualität und Skalierbarkeit.

Was im Preis enthalten sein sollte

Ein gutes Angebot deckt mehr ab als nur die reine Umsetzung. Dazu gehören: eine kurze Konzeptionsphase, in der Struktur und Ziele geklärt werden, responsives Design für Mobilgeräte, grundlegende SEO-Einstellungen (Meta-Titel, Seitenstruktur, Ladezeit), eine Einweisung ins Backend und eine Testphase vor dem Livegang.

Worauf Sie achten sollten: Ist die Website nach Fertigstellung wirklich Ihr Eigentum, inklusive aller Zugänge? Wie sieht es mit laufenden Kosten für Hosting, Domain und Wartung aus? Was passiert, wenn nach dem Launch etwas angepasst werden muss? Ein Angebot, das diese Punkte nicht klärt, klärt sie später zu Ihren Ungunsten.

Billig vs. günstig

Ein günstiges Angebot ist nicht automatisch ein schlechtes. Ein billiges Angebot dagegen fast immer.

Der Unterschied zeigt sich meist erst nach dem Launch. Eine Website für 800 Euro, die mit einem Baukasten in zwei Tagen zusammengeklickt wurde, funktioniert am Anfang oft gut genug. Das Problem kommt, wenn die Seite wachsen soll, wenn eine Funktion fehlt, die technisch nicht nachrüstbar ist, oder wenn der Anbieter nicht mehr erreichbar ist.

Günstig bedeutet: der Preis passt zum Umfang, ohne dass an Substanz gespart wird. Billig bedeutet: irgendwo wurde eine Ecke abgeschnitten, die man erst später bemerkt. Meistens bei der Wartbarkeit, der Struktur im Hintergrund oder der Beratung, die eigentlich hätte stattfinden müssen.

Was wir bei M&S berechnen

Wir setzen bewusst auf zwei unterschiedliche Wege, je nachdem was gebraucht wird.

Für mittelgroße und wachsende Websites nutzen wir WordPress: individuelles Design, saubere technische Basis, gute Erweiterbarkeit für Blog, News oder zusätzliche Funktionen. Unternehmenswebsites mit mehr Umfang starten bei uns bei 5.000 Euro.

Für digitale Visitenkarten setzen wir auf ein eigenes System statt auf WordPress. Der Vorteil: sehr schnelle Ladezeiten, 100 % DSGVO-konform und mit nur wenigen oder gar keinen externen Modulen. Weniger Angriffsfläche, weniger Wartungsaufwand, keine Cookie-Banner-Diskussionen wegen Drittanbieter-Plugins. Digitale Visitenkarten starten bei uns bei 2.500 Euro.

Der genaue Preis hängt vom Funktionsumfang ab und wird immer vorab klar kalkuliert, nicht nachträglich verhandelt.

Wenn Sie wissen möchten, was Ihre Website konkret kosten würde, sprechen Sie uns an. Ein erstes Gespräch dauert keine 30 Minuten und kostet nichts.

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Häufige Fragen zur Website Erstellung

Eine digitale Visitenkarte mit bis zu fünf Seiten auf WordPress kostet bei einer Agentur in der Regel zwischen 1.500 und 4.000 Euro. Baukastensysteme sind günstiger, bieten aber weniger Individualität.
Weil „eine Website“ kein einheitliches Produkt ist. Umfang, Funktionen, Design-Individualität und die technische Basis bestimmen den Aufwand, und der Aufwand bestimmt den Preis. Ein Vergleich lohnt sich nur, wenn der Leistungsumfang wirklich gleich ist.
Für sehr einfache Anforderungen kann das reichen. Bei wachsenden Anforderungen, individuellem Design oder Funktionen, die über den Standard hinausgehen, stoßen Baukastensysteme schnell an Grenzen, die sich nicht nachträglich beheben lassen.

Prüfen Sie, ob die Website nach Fertigstellung wirklich Ihnen gehört, welche laufenden Kosten entstehen und was passiert, wenn später etwas angepasst werden muss. Ein Angebot ohne klare Aussage zu diesen Punkten sollte kritisch hinterfragt werden.

Eine digitale Visitenkarte ist bei klarer Abstimmung in vier bis sechs Wochen umsetzbar. Umfangreichere Unternehmenswebsites oder Shops dauern entsprechend länger, oft acht bis zwölf Wochen oder länger.

Hosting, Domain, Updates und Sicherheit fallen laufend an. Je nach Umfang liegt das zwischen 39 und 300 Euro im Monat. Details dazu in unserem Artikel Was kostet laufende Website-Betreuung?